alles zum Thema „Hormone“

Es geht um das große Feld der Hormone und um die weitreichenden psychischen und körperlichen Symptome, die auf eine hormonelle Dysbalance zurück zu führen sind. Hier habe ich nur die am häufigsten vorkommenden hormonellen Störungen aufgeführt!

Grundsätzliches hier: ALLE Organe, die am Hormonzyklus beteiligt sind, können bei einer Dysbalance sehr gut unterstützt werden. Ob es bei Ihnen eher die Therapie mit Bioresonanz ist, oder spagyrische Essenzen, eine psychotherapeutische Wegbegleitung oder eine Kombination aus diesen Verfahren, kann ich Ihnen hier nicht sagen. Es geht -wie immer- darum, sich der anderen Herangehensweise zu öffnen und auch um die Übernahme von Eigenverantwortung. Selbstverständlich und von Herzen gerne mit meiner Unterstützung!

Als Frau, nun in der Lebensmitte angekommen, kenne ich sowohl die Themen um die Wechseljahre herum und bin zusätzlich durch meine eigene Auto-Immunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis nicht nur als Heilpraktikerin versiert.

So zahlreich und komplex die Welt der Hormone ist, so vielseitig können auch die Störungen und die Krankheitsbilder sein, die daraus erwachsen. Am häufigsten sind in der Regel Menschen mit Diabetes und Schilddrüsenproblemen. Aber auch Patienten, die einen Tumor an einem hormonproduzierenden Organ haben, wie der Nebenniere, der Schilddrüse oder an der Hirnanhangdrüse.

Schwerpunkt Paarberatung

Die Hormone können uns in jedem Alter zu schaffen machen. Entsprechend werden Heilpraktiker auch von Patienten aller Altersstufen aufgesucht – wie beispielsweise jungen Mädchen und Frauen mit Periodenproblemen. Es ist typisch für den jungen Körper, dass sich der Hormonhaushalt noch nicht harmonisiert, noch nicht eingependelt hat. Und auch ältere Menschen , die mit ihrem Sexualleben Schwierigkeiten haben, wenden sich vertrauensvoll an mich.

Generell ist das Hormonthema extrerm umfangreich, denn schließlich beeinflussen unsere chemischen Botenstoffe den ganzen Körper.

Schilddrüsenstörungen

Zu den bekanntesten hormonellen Störungen gehören die der Schilddrüse. Die Hauptaufgabe dieses schmetterlingsförmigen Organs ist es, die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin zu produzieren. Dazu braucht sie Jod.

Die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin regulieren die Geschwindigkeit unseres Stoffwechsels, sie steuern Herz, Kreislauf, Verdauung Körpertemperatur und Gehirntätigkeit.

Bei einer Unterfunktion läuft der Stoffwechsel auf Sparflamme. Müdigkeit, Frieren und Fettablagerungen sind die Folge, das Herz schlägt langsamer. Die Schilddrüse versucht den Mangel an Jod und damit auch an Schilddrüsenhormonen auszugleichen, indem sie sich vergrößert, um mehr produzieren zu können. Ein Kropf entsteht.

Bei einer Überfunktion ist es genau umgekehrt. Die Schilddrüse produziert zu viel Hormone, was bewirkt, dass der Körper wie ein übertouriger Motor läuft, mit Herzrasen, Schweißausbrüchen, Gewichtsabnahme. Wir laufen regelrecht heiß, was im schlimmsten Fall sogar zu einer Herzattacke führen kann. Beide Funktionsstörungen können auch naturheilkundlich behandelt werden.

Diabetes

Auch Diabetes, die „Zuckerkrankheit“, ist eine hormonelle Störung. Im Mittelpunkt steht dabei das Hormon Insulin. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und sorgt dafür, dass der Körper den Nahrungszucker, die Glucose, in die Zellen schleusen und dort in Energie umwandeln kann. Gelangt die Glucose nicht in die Körperzellen, „verhungern“ diese, während der Blutzuckerspiegel stark ansteigt und Gefäße und Nerven schädigt. Je nachdem, welcher Diabetes-Typ vorliegt, produziert die Bauchspeicheldrüse entweder zu wenig beziehungsweise kein Insulin (Typ 1), oder die Zellen reagieren nicht mehr auf das Hormon und Insulin wird auch nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt produziert, wenn es gebraucht wird (Typ 2). Ohne Insulin ist unser Körper nicht lebensfähig.

Nebenniere

Jeder Mensch hat 2 Nebennieren. Die Nebennieren liegen am oberen Ende der Nieren. Eine Nebenniere ist etwa 3 Zentimeter lang und 1,5 Zentimeter breit und wiegt 5-15 Gramm. Die Nebenniere ist umgeben von einer Kapsel und besteht aus der außen liegenden Nebennierenrinde und dem inneren Nebennierenmark.

Übersicht:

  • Nebennierenrinde
    • Funktion der Hormone der Nebennierenrinde
    • Erkrankungen der Nebennierenrinde
  • Nebennierenmark
    • Erkrankungen des Nebennierenmarks

Nebennierenrinde

Die Nebennierenrinde produziert viele verschiedene Steroidhormone. Man unterscheidet 3 Hauptgruppen:

  • Kortisol (Glukokortikoid)
  • Aldosteron
  • Androgene

Menge und Zeitpunkt der Hormonproduktion regelt vor allem das Nebennierenrinden-stimulierende Hormon (adrenocortikotropes Hormon, ACTH) aus der Hypophyse. ACTH wiederum wird durch das Corticotrope-releasing Hormon (CRH) aus dem Hypothalamus kontrolliert.

Die Hormonproduktion unterliegt einem Regelkreis: Soll die Nebennierenrinde mehr Hormone produzieren und ausschütten, produziert der Hypothalamus mehr Corticotrope-releasing Hormon, das die Hypophyse zur Bildung von Nebennierenrinden-stimulierendem Hormon anregt. Dieses stimuliert dann die Hormonproduktion in der Nebennierenrinde. Sind genügend Nebennierenrindenhormone im Körper vorhanden, wird dies an die Hypophyse und den Hypothalamus gemeldet (negative Rückkopplung) und die Produktion wird gedrosselt.

Die Bildung von Aldosteron wird zusätzlich durch die Menge an Natrium und Kalium  im Blut und durch das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System kontrolliert: Sinkt der Natriumwert im Blut oder steigen der Renin- oder Kaliumwert, ist das ein Reiz für die Nebennierenrinde, mehr Aldosteron zu bilden. Steigt der Natriumwert oder das Blutvolumen und sinkt der Kaliumwert, wird die Aldosteron-Produktion gebremst.

Funktion der Nebennierenrindenhormone

  • Glukokortikoide
    Kortisol wirkt vor allem auf den Stoffwechsel. Es erhöht die Zuckerneubildung, baut Fett ab und erhöht den Abbau von Eiweiß. Zusätzlich wirkt es entzündungshemmend und unterdrückt das Immunsystem. Kortisol ist neben den Katecholaminen ein wichtiges Stresshormon. Es reagiert allerdings langsamer als die Katecholamine Adrenalin oder Noradrenalin.
  • Aldosteron
    Aldosteron und andere Mineralokortikoide kümmern sich um den Salz- und Wasserhaushalt. Sie sorgen dafür, dass die Konzentrationen von Natrium und Kalium konstant gehalten werden. Sie bewirken, dass in der Niere und im Darm mehr Natrium in das Blut aufgenommen wird. Da Natrium Wasser bindet, steigt gleichzeitig das Blutvolumen. Der Körper kann so den Blutdruck erhöhen.
  • Androgene
    Androgene sind Sexualhormone, die im Körper in das Geschlechtshormon Testosteron umgewandelt werden. Nur etwa 5% der Androgene beim Mann stammen aus der Nebennierenrinde, der Rest wird in den Hoden gebildet. Testosteron fördert das Wachstum und die Funktion von Penis und Hodensack, es reguliert die Produktion der Spermien, fördert die Körperbehaarung, steigert das sexuelle Verlangen und die Potenz und fördert den Muskelaufbau. Bei der Frau äußert sich ein Androgenüberschuss durch Akne und Anzeichen für eine Vermännlichung wie tiefe Stimme, Ausbleiben der Regel, Vermännlichung der Körperproportionen und Vergrößerung der Klitoris. Wie viele Androgene produziert werden, regelt das adrenocortikotropes Hormon (ACTH) aus der Hirnanhangsdrüse.